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Branchenübergreifende Schlüsselkompetenz

High Purity Cleaning.
Wenn sauber nicht mehr reicht.

Ab einem bestimmten Punkt reicht „optisch sauber“ nicht mehr. Ultrafeine Partikel, organische Restfilme und ionische Rückstände entscheiden dann darüber, ob eine Beschichtung hält, eine Schweißnaht dicht ist oder ein Wafer-Prozess unbeschädigt bleibt. Für diese Fälle entwickelt Silberhorn hochreine Reinigungslösungen – für sensible Bauteile, kritische Oberflächen und Prozesse mit höchsten Sauberkeitsanforderungen.

Reinigungsaufgabe schildern

Wenn „sauber“ messtechnisch nicht sauber genug ist

High-Purity-Anwendungen scheitern selten an grober Verschmutzung. Sie scheitern an dem, was man nicht sieht: an Partikeln aus kleinsten Gewinden, an organischen Restfilmen auf scheinbar blanken Flächen, an Rückständen aus Sacklöchern – und nicht zuletzt an der Reinigungschemie selbst, wenn sie zur Kontaminationsquelle wird.

Typische Anforderungen, die wir dabei erfüllen müssen:

  • Ultrafeine Partikel – auch aus Gewinden, Sacklöchern und Bohrungsverschneidungen
  • Organische Restfilme – filmische Kontamination, die optisch nicht erkennbar ist
  • Ionische Kontamination – kritisch bei Kontakt-, Elektronik- und Wasserstoffanwendungen
  • Definierte Wasserqualität – VE-Wasser-Spülungen mit Leitwert- und Medienüberwachung
  • Fleckenfreie Trocknung – rückstandsfrei, ohne Trocknungsränder
  • Kontaminationsarmes Handling – damit die Sauberkeit auf dem Weg zur Montage nicht wieder verloren geht

Viele Branchen, eine Anforderung

High Purity ist keine Branche, sondern ein Reinheitsniveau. Es taucht überall dort auf, wo die Folgekosten einer Kontamination ein Vielfaches der Reinigung betragen:

Ein Verfahren reicht nicht. Mehrere schon.

Hochreine Sauberkeit entsteht nicht durch ein einzelnes Verfahren, sondern durch die richtige Kombination mehrerer Wirkmechanismen in definierter Reihenfolge – und durch die konsequente Kontrolle dessen, was zwischen den Stufen passiert. Genau darauf legen wir High-Purity-Prozesse aus:

  • Mehrere Wirkmechanismen in einer Lösung – Spritz- und Flutreinigung, Ultraschall, Wechseldruck und Tauchprozesse, aufeinander abgestimmt statt nebeneinandergestellt
  • Kontrollierte Spülstufen mit VE-Wasser und definierter Wasserqualität, überwacht über Leitwert und Medienkreisläufe
  • Hochwirksame Filtration und sichere Entleerung von Innenkonturen
  • Hochwertige Trocknung ohne Rückstände und Flecken
  • Dokumentierbare Rezepte – reproduzierbar statt manuell, mit nachvollziehbarer Prozessüberwachung
  • Kontaminationsarmes Handling bis zur Übergabe, auf Wunsch direkt an den Reinraum

Prozessentwicklung im Technikum

Versuchsreihen vor der Auslegung

Reinraumanbindung realisiert

Übergabe bis ISO-Klasse 7

Eigenes VDA-Prüflabor

Nachweis im Haus, nicht beim Dritten

Made in Germany

eigene Fertigung, weltweiter Service

Anlagen für hochreine Anwendungen

UltraFine-DiP – finale Hoch- und Höchstreinigung.

Ultraschall, Tauchprozesse und verschiedene Medienkreisläufe für die letzte Reinigungs­stufe vor Reinraum, Beschichtung oder Bonden.

Silberhorn Tauchanlage Ultra-Fine-Dip, lange Reinigungslinie mit Fördertechnik in der Werkhalle

Multidip – hohe Durchsätze bei höchster Reinheit. 

Mehrstufige Tauchprozesse, wenn Stückzahl und Reinheitsanforderung gleichzeitig hoch sind.

Silberhorn Tauchanlage Multidip, Front mit Sichtfenstern, Bedieneinheiten und Ablagen

Kammerreinigungsanlagen MWS – projektspezifisch auf High Purity ausgelegt.

Spritz- und Flutreinigung, Ultraschall und Wechseldruck kombiniert mit VE-Wasser-Spülungen, abgestimmt auf Bauteil und Sauberkeitsklasse.

Rendering der Silberhorn Kammerreinigungsanlage MWS 6 mit Beladestation in einer hellen Halle

Reinigen und nachweisen – aus einer Hand

Eigenes VDA-Prüflabor.

Restschmutzanalyse nach VDA 19 / ISO 16232, Gravimetrie und lichtoptische Analyse, Badproben, Archivierung. Der Nachweis entsteht im eigenen Haus – nicht bei einem Dritten, auf den wir keinen Einfluss haben.

Laborant untersucht eine Filtermembran unter einem Mikroskop

Technologieversuche im Technikum.

Bevor eine High-Purity-Anlage ausgelegt wird, reinigen wir Ihre Originalbauteile unter realen Bedingungen – kostenlos, unverbindlich und mit belastbarem Ergebnis statt Prospektversprechen.

Pipette über einem Messzylinder mit pinkfarbener Flüssigkeit

So sieht eine High-Purity-Auslegung aus:

Wie eine hochreine Reinigungslösung konkret aussieht, entscheidet das Bauteil. Zur Orientierung eine Auslegung aus unserem Portfolio – eine Kammerreinigungsanlage MWS 4145 für Mechanikbauteile aus Edelstahl und Aluminium:

Bauteilspektrum

  • Bauteile bis etwa 500 × 350 × 250 mm
  • Gewinde ab M2,5
  • tiefe Sacklöcher
  • je nach Bauteil bis zu 50 Teile pro Charge

Prozess und Übergabe

  • Spritz- und Flutreinigung, Ultraschall und Wechseldruck
  • VE-Wasser-Spülungen
  • drei vorhergehende Versuchsreihen im Silberhorn-Technikum
  • direkte Übergabe in einen Reinraum der ISO-Klasse 7

Reinraumanbindung und Prozessentwicklung im Technikum sind dabei keine Ankündigung, sondern bereits umgesetzt.

Häufige Fragen zu High Purity Cleaning

Übernimmt Silberhorn auch die Reinigung, ohne dass wir eine Anlage kaufen?

Ja. Über unsere Lohnreinigung übernehmen wir die Reinigung Ihrer Bauteile ohne eigenen Invest – sinnvoll bei Kapazitätsspitzen, Kleinserien oder wenn Sie den Prozess erst evaluieren.

Kann Reinigungschemie selbst zum Problem werden?

Ja. Bei High-Purity-Anwendungen gehört die Chemie zu den häufigsten Kontaminationsquellen. Deshalb legen wir Medienführung, Spülstufen und Filtration von Anfang an mit aus – und prüfen im Technikum, ob der Prozess auch beim Rückstandsverhalten hält, was er verspricht.

Worin unterscheidet sich High Purity von der klassischen Bauteilreinigung?

In drei Punkten: der Kombination mehrerer Wirkmechanismen statt eines einzelnen Verfahrens, der kontrollierten Wasserqualität und dem Handling nach der Reinigung. Ein hochrein gereinigtes Bauteil, das anschließend ungeschützt transportiert wird, ist nicht mehr hochrein.

Was bedeutet High Purity Cleaning konkret?

High Purity Cleaning bezeichnet Reinigungsprozesse für Bauteile, bei denen nicht nur partikuläre, sondern auch filmische und ionische Verunreinigungen unterhalb sehr enger Grenzwerte liegen müssen. Anders als bei der klassischen Bauteilreinigung ist das Ergebnis optisch nicht mehr überprüfbar – es muss messtechnisch nachgewiesen werden.

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Porträt von Axel Haschkamp

AxelHaschkamp

Bereichsleiter Vertrieb & Marketing

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